Neuro-endokriner Tumor an der Mesenterialwurzel mit Lebermetastasen

  • Neuro-endokriner Tumor an der Mesenterialwurzel mit Lebermetastasen

    Hallo,

    durch Zufall bin ich auf dieses Forum gestoßen und dachte, ich lasse mal meine Geschichte da. Wer weiß wofür es gut ist.

    Im November 2014 bekam ich sehr starke Schmerzen im Bauch, zusammen mit heftigen Durchfällen und Übelkeit. Zuerst wurde eine Magenspiegelung gemacht, die aber keine Ergebnisse brachte. Bei den Blutergebnissen waren auch nur Entzündungswerte auffällig. Dann wurde eine Computertomographie vom Bauchraum gemacht und dann stellte sich heraus, dass an der Mesenterialwurzel ein 'raumforderndes Gewächs' war. Die Lymphknoten in der Gegend waren wohl auch geschwollen und in der Leber waren ebenfalls Auffälligkeiten zu sehen.

    Die Schmerzen sind wohl entstanden, weil sich der Tumor um eine Darmarterie gelegt hat und diese zuschnürt.

    Im Dezember 2014 wurde dann eine MRT-gestützte (äußerst schmerzhafte !!!!) Punktion der Leber gemacht und das entnommene Gewebe vom Pathologen untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass es sich um einen bösartigen Tumor (Neuron-endokriner Tumor, G2) handelt. Die Gewächse in der Leber waren Metastasen. Ich war geschockt und für mich brach eine Welt zusammen!

    Als ich aus dem Krankenhaus (wegen der Diagnostik) kam, habe ich mir einen Onkologen gesucht. Der hat mich erst einmal versucht zu beruhigen, dass es sich um einen langsam wachsenden Tumor handelt. Er hat gesagt, dass bei dieser Art Tumor keine Chemo hilft, er es aber mit Hormon-artigen Stoffen versuchen will (mein Tumor produziert wohl viel Serotonin). Vom Dezember 2014 bekam ich immer eine Monatsspritze Sandostatin LAR mit dem Wirkstoff Octreotid (30mg).

    Natürlich habe ich mich noch erkundigt, was mach neben Sandostatin noch tun kann und bin unter anderem auf diverse pflanzliche Mittel und auch auf die Gruppe der Polyphenols gekommen. Ich habe mit intensiv mit den verschiedenen Wirkungen auseinandergesetzt und mich in die Thematik eingelesen. Letzen Endes habe ich mich dann für Broccolisprossen (Sulforaphan) und Curcumin entschieden. Die Broccolisamen habe ich in einer alten Kaffeemühle zermahlen (damit die Wirkstoffe freigesetzt werden). Meine Frau hat aus den Broccolisamen Sprossen gezüchtet, aber das war nicht so meins. Bei Curcumin habe ich mich ebenfalls angelesen. Hier kam es wohl darauf an, ein Präparat zu nehmen, wo die Bioverfügbarkeit hoch ist. Ich habe mich dann für Curcuflex entschieden und nehme es seitdem.

    Alle drei Monate macht mein Onkologe eine Kontrolle-CT, um zu sehen, ob der Tumor oder die Metastasen wachsen oder sich vermehren. Nachdem ich zwei Monate die Broccolisamen und das Curcumin genommen habe, stellte der Radiologe fest, dass die Metastasen in der Leber etwas kleiner geworden sind. Das machte mir große Hoffnung! Aber weder der Tumor noch die Metastasen sind seit dem kleiner geworden, aber auch nicht mehr gewachsen!!! Von den Broccolisamen nehme ich zwei Teelöffel, von den Curcuflex habe nehme ich immer 4-6, also 2x2 oder 3x2 Kapseln. Für einen Zeitraum von 2 Monaten habe ich auch einmal 5x2 Curcuflex genommen, weil ich dachte, der Tumor würde sich verkleinert, was aber nicht der Fall war.

    Aber toi, toi, toi! Seit 2 Jahren sind der Tumor und auch die Metastasen stabil (Tendenz schrumpfend, wie der Radiologe schreibt). und ich glaube, das ist nicht auf das Sandostatin sondern auf Broccoli und Curcumin zurückzuführen! Ich habe noch alle 2-3 Monate diese Schmerzattacken, die wohl von dem Tumor an der Arterie kommen. Dann suchen mich starke Übelkeit, Durchfall und sehr starke Schmerzen heim. Dafür hat mir der Onkologe ein Opiat verschrieben, das hilft halbwegs. Die Schmerzen sind dann nach ein paar Stunden wieder weg. Aber ich freue mich so sehr, dass in zwei Jahren nichts mehr gewachsen ist!!!

    Ich hänge noch ein paar Befunde hier für die Profis an. Für Feedback bin ich sehr dankbar!

    Grüße

    Rudi-Herbert
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  • Hier ein Update von mir aus dem Februar 2017.

    Auch die neueste CT-Untersuchung hat ergeben, dass der Tumor und auch die Metastasen in der Leber nicht gewachsen sind. Hurra!!! Ich hoffe, daß bleibt noch viele Jahre so.
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